Arbeitsfeld
WISSENS­­TRANSFER

Agrarwissenschaftlerinnen, Bürger, Landwirtinnen, Politiker - zur Landwirtschaft der Zukunft und den neuen Anbaumethoden gibt es unzählige Perspektiven und Haltungen. Diese gehen mit unterschiedlichen Formen von Wissen einher: Doch wie können diese unterschiedlichen Wissenskulturen miteinander verbunden werden und in Austausch treten? Wie kann gegenseitiges Verständnis gefördert werden und welche Hürden zeichnen sich ab?


Der Lehrstuhl Soziologie mit Schwerpunkt Techniksoziologie und nachhaltige Entwicklung an der Universität Passau (Prof. Anna Henkel) entwickelt, implementiert und evaluiert ein innovatives Konzept zum Wissenstransfer. Ergebnisse der Agrarforschung können nicht ohne Weiteres in landwirtschaftliche oder zivilgesellschaftliche Kontexte "transferiert", also unverändert dort wirksam gemacht werden: Wissenschaftliches Wissen muss sich mit lokalen und praktischen Wissenskulturen verbinden, um unerwünschte Nebenwirkungen und Fehlanpassungen zu vermeiden.


Angestrebt ist ein wechselseitig bereichernder Austausch zwischen Gruppen unterschiedlicher Weltwahrnehmungen und Wissenskulturen. Dafür ist eine Kartierung bestehender Wissenskulturen erforderlich.


Ausgehend von Ansätzen insbesondere der Wissenschafts- und Technikforschung und der Praxistheorie gilt es, mittels vor allem ethnografischer Methoden und Interviews solche Wissenskulturen in ihrer Typik zu identifizieren und diese Kenntnisse in die Entwicklung eines innovativen Konzepts des Wissenstransfers einfließen zu lassen.

 

 

Team Wissenstransfer

Anna Henkel hat seit 2019 den Lehrstuhl für Soziologie mit Schwer­punkt Techniksoziologie und nachhaltige Entwicklung an der Universität Passau inne. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der soziologischen Theorie, der Wissens-, Materialitäts- und Nach­haltig­keits­forschung sowie im Bereich Digitalisierung. Sie verbindet gesell­schafts­theoretische Perspektiven mit empirischer Forschung, etwa bei der Frage nach dem Wandel von Verantwortungsverhältnissen.

 

Holli Gruber und Laura Scheler sind wissenschaftliche Mitarbeiterinnen am Lehrstuhl für Soziologie mit Schwerpunkt Technik­soziologie und nachhaltige Entwicklung an der Universität Passau.

Im Future Crop Farming Projekt fragen sie danach, wer auf dem Feld welche Rolle spielt und wie sich das Feld als mögliche „Landwirtschaft der Zukunft“ aus der Sicht der verschiedenen Akteure darstellt.